Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Bibliothekarisch'

Bester Tweet seit langem!

Montag, 24. Januar 2011 21:28

Da behandeln wir in Management stundenlang Kreativitätstechniken, dabei reicht es manchmal, Twitter ernst zu nehmen. Erspart einem vielleicht die 635-Methode…? ;-)

Liebe Uni-Bibliotheken, geht doch ab und zu mal auf www.twitter.com, sucht nach “bibo” in den Tweets, die in eurer Nähe geschrieben wurden und lasst euch inspirieren! Es sind eure Leser, es sind Studenten! Lasst euch diese Kreativität nicht entgehen!!

Thema: Bibliothekarisch | Kommentare (1) | Autor: khaering

Daddy & Me : Leseförderung aus dem Gefängnis

Donnerstag, 25. November 2010 17:06

In Vorbereitung auf mein baldiges Referat zur Benutzerkommunikation über Twitter, bin ich auf ein Leseförderungsprogramm der besonderen Art aufmerksam geworden. Die New York Public Library hat vor 10 Tagen das Projekt “Daddy & Me” abgeschlossen und natürlich über Twitter darauf aufmerksam gemacht.  Bibliothekare sind ins Gefängnis gegangen, um inhaftierten Vätern in mehreren Vorträgen die Wichtigkeit von frühkindlicher Leseförderung bewusst zu machen. Der eigentlich Kern des Projektes ist aber folgender: Die Väter werden dazu ermuntert, die Lieblingsbücher ihrer Kids zur Hand zu nehmen und sie auf CD zu sprechen. Für manche war es spaßig und interessant, viele scheinen auch damit gekämpft zu haben, bis es ihnen gelungen ist. Vor zehn Tagen haben jedenfalls alle acht Väter ihre Geschenke überreicht.

An der nachfolgenden Aufnahme kann man sehen,  dass sich richtige Talente unter den Knast-Papis befinden :-)

Thema: Bibliothekarisch | Kommentare (2) | Autor: khaering

Tag der Wissenschaft: Praktikertreff an der HTWK

Donnerstag, 27. Mai 2010 21:45

Heute hat die HTWK (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) den alljährlichen Tag der Wissenschaft begangen. Die Bibliotheks- wissenschaftler haben sich dabei etwas von der Masse abgehoben, indem sie nicht der gängigen Interpretation gefolgt sind, sondern den Tag jedes Jahr der Begegnung von Wissenschaft und Praxis widmen.

Der hohe Praxisbezug an der HTWK zeigt sich in unserem Studiengang vor allem durch die verschiedenen Pflicht-Praktika und die Praxis-Projekte. Im Diplom-Studiengang sind 4 Wochen nach dem ersten Semester, 4 Wochen nach dem zweiten Semester, 6 Monate im fünften und nochmal 4 Wochen nach dem sechsten Semester obligatorisch. Dazu kommt ein Projekt mit etwa  vier Semesterwochenstunden. Wer sich näher informieren will, kann hier die Projektliste einsehen.

Die Veranstaltung – zu der etwa 20 Bibliothekare aus den verschiedensten Städten angereist kamen – war m.E. ein großer Erfolg. In diesem kleinen Rahmen konnten sich Praktikumsbeauftrage und andere Interessierte Bibliothekare kennenlernen, austauschen und auch wichtige Fragen an Professoren und Studenten loswerden.  Ich durfte einen Vortrag über mein Praktikum an der Bibliothek der Universität Cambridge halten und habe mich sehr über das interessierte Publikum gefreut. Es herrschte eine vertraute, freudige Stimmung, bei der sich keiner davor gescheut hat, seine Fragen zu stellen. Die Studiendekanin Frau Prof. Nikolaizig hat u.a. über die Bachelor- und Masterstudiengänge informiert und die Bibliothekare aufgerufen, auch Projekte an unseren Studiengang heranzutragen.  Weitere Studenten stellten ihre Projekte oder auch ihre Diplomarbeit mit Praxisbezug vor. Abgeschlossen wurde die zweistündige Veranstaltung mit Plaudereien bei Kaffee und Kuchen. Wer wollte, konnte anschließend noch an einer Führung in der neuen Hochschulbibliothek teilnehmen oder zum Hochschulsommerfest gehen. Kommst DU im nächsten Jahr auch?

Organisiert wurde das ganze von Friederike Kühn und Sara Finke – zwei Kommilitoninnen aus dem 6. Semester – als Projekt im Modul Öffentlichkeitsarbeit. Wissenschaft trifft Praxis.

Thema: Bibliothekarisch | Kommentare (2) | Autor: khaering

Die Schallplatte:„Karussell der geistigen Welt“!?

Dienstag, 4. Mai 2010 12:10

Im Modul Musikbibliotheken beschäftigen wir uns gerade mit Tonträgergeschichte. Leider wurde das Gebiet auf 15 Minuten reduziert, um dann genügend Zeit für die Typologie der Partituren zu haben…

Das fand ich etwas schade und hab zu hause mal einen Blick in mein Bücherregal geworfen. Ich hab tatsächlich drei Bücher zur Schallplatte gefunden!

Besonders die beiden ersten Bücher sind sehr interessant. Beide stammen aus dem Jahr 1958 – das eine aus dem “Westen”, das andere aus dem “Osten” – und sind liebevoll mit Gedichten und Illustrationen versehen. Auch Abbildungen der modernsten und ausgefallendsten Plattenregale (Plattentapete, Platten-Kiosk-Ständer, …) fehlen nicht. Gerade Jimmy Jungermann, den man vielleicht durch seine langjährige Mitarbeit beim Bayerischen Rundfunk (1945-1987) kennt, plaudert auch ausführlich über die Themen Aufbewahrung, Ordnung, Verzeichnung.

Vielleicht wäre es mal eine Diplomarbeit wert? Welche Bibliotheken haben noch Schallplatten und wie sind sie damit umgegangen, wie sind sie erschlossen bzw. welche Bibliotheken haben angefangen wieder aktiv zu sammeln? Lohnt es sich vielleicht, verstärkt LPs zu erwerben? (Wenn man die mindere Haltbarkeit/Beständigkeit der CDs im Auge hat und die Tatsache, dass ja durchaus neue LPs produziert werden…) Und wenn man nur herausfindet, dass das Gebiet doch eher abgeschlossen ist – auch gut. Spannend? Langweilig? Unwichtig? Bitte um zahlreiche Kommentare!

Jungermann zitiert auf Seite 26 ein Gedicht von Joachim Ringelnatz:

Schallplatten
Schallplatten, ihr runden,
Verschönt uns die Stunden
Laut oder leise,
Tief oder hell,
Wie wir euch bestellt.
Dreht euch im Kreise.
Das Karussell
Der geistigen Welt.
Erwähltes schwinge,
Ein Spiel erklinge,
Ein Sänger singe,
Ein Dichter spricht;
Aus fernen Landen,
Aus Nichtmehrvorhanden. -
Wir sehen sie nicht.
Was sie uns gegeben,
Wird Künftigen bleiben,
Wird weiter leben,
Wie ihr es banntet,
Ihr kreisenden Scheiben,
Wie ihr erkanntet,
Was ewig gefällt.
Die Kunst erhält.

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Aktive Leseförderung erreicht jugendliche Straftäter

Freitag, 16. April 2010 13:50

Ein sehr informativer Artikel über solche Projekte in Fulda und Dresden findet sich in der Süddeutschen. Es lohnt sich auf jeden Fall den ganzen Artikel zu lesen, zumal auch (natürlich ausgewählte) Ergebnisse geschildert wurden. Ich würde ja gern mal die beiden Listen sehen (welche Bücher stehen zur Auswahl?).

Seit kurzem verhängt [der Jugendrichter] Mangelsdorf bei einigen handverlesenen Ersttätern keine Arbeitsstunden im Tierheim mehr. Wenn ihm der Jugendliche geeignet erscheint, darf er stattdessen einen Jugendroman lesen, freiwillig. Natürlich nicht irgendeinen. 14 Titel hat der Fuldaer Richter auf einer Liste versammelt. Wer zum Beispiel in der Familie Probleme hat, in der Schule gemobbt wird und selbst gewalttätig ist, dem setzt der Richter vielleicht Evil von Jan Guillou vor. Das Buch ist nicht einfach, erzählt Mangelsdorf, es geht darin “um starke Gewalthandlungen in einem Internat”. Beschrieben werden aber nicht nur die Angriffe, sondern auch, was sie bei den Opfern auslösen.

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Gefunden: Armin Wolf (ORF2, Twitter: ArminWolf) zwitscherte darüber vor etwa einer Stunde.

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Library of Congress archiviert Tweets!

Mittwoch, 14. April 2010 23:25

Genial!! Klingt fast wie ein Aprilscherz, aber es scheint wahr zu sein. Den Hinweis darauf gab Ed Summers (Twitter: edsu) vor einer halben Stunde mit dem Kommentar “holy shit”.

(…) Since Twitter began, billions of tweets have been created. Today, fifty-five million tweets a day are sent to Twitter and that number is climbing sharply. A tiny percentage of accounts are protected but most of these tweets are created with the intent that they will be publicly available. Over the years, tweets have become part of significant global events around the world—from historic elections to devastating disasters.

It is our pleasure to donate access to the entire archive of public Tweets to the Library of Congress for preservation and research. It’s very exciting that tweets are becoming part of history. It should be noted that there are some specifics regarding this arrangement. Only after a six-month delay can the Tweets will be used for internal library use, for non-commercial research, public display by the library itself, and preservation (…)

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Kleiner Nachtrag: Wenn jeder Tweet als Bestandseinheit zählt, kann man ihren Rang als größte Bibliothek der Welt nicht mehr anzweifeln ;)

Informative Beiträge zum Thema:

How Tweet It Is!: Library Acquires Entire Twitter Archive / LoC

Your Past and Future Tweets Will Be Archived At the Library of Congress/ gizmodo

Tweet archive to Library of Congress / cbc

Google and Library of Congress archive tweets /  cnn money

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Stadtbibliothek Leipzig: Neue Zweigstelle für Reudnitz!

Montag, 5. April 2010 22:09

Katharina will ein Buch ausleihen. Kein bestimmtes, sondern nur ein thematisch passendes. Katharina stellt fest, dass in der Stadtbibliothek alles an- und entsprechende ausgeliehen ist und will es nun in der Stadtteilbibliothek probieren. Katharina war noch nie in der Stadtteilbibliothek, da sie ungünstig zwischen zwei Haltestellen liegt und winzig klein scheint. Katharina kennt die Öffnungszeiten nicht und schaut auf der Website nach. Dort gibt es eine Liste der Stadtteilbibliotheken, in der sie die eigene nicht findet. Sie liest die Liste noch einmal durch und entdeckt, dass zwei Häuser neben ihrem Haus eine neue Zweigstelle eröffnet wird und das schon in diesem Monat. Katharina freut sich, weil die Bibliothek im Reudnitz-Center sein wird, das sie sowieso jeden Tag durchquert. Katharina fragt sich, warum diese Info nicht zu ihr gekommen ist. Sie wundert sich auch, dass die Information nur lautet:

“Bibliothek Reudnitz
Im Reudnitz Center
Dresdner Straße 78-80
04317 Leipzig

Öffnet am Montag, dem 26. April.”

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Stadtbibliothek Leipzig: Benutzungsgebühr entfällt auch für Jugendliche (bis 19)!

Montag, 5. April 2010 21:43

Tatsache, aber lest selbst.

Laut Beschluss des Stadtrates wird es für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr keine Benutzungsgebühr für die Leipziger Städtischen Bibliotheken geben. Diese Änderung tritt mit der Bekanntmachung im Amtsblatt am 3.4.2010 in Kraft.
Bereits die Einführung einer kostenfreien Nutzung für Kinder bis 14 Jahre im Sommer 2007 hat zu einem deutlichen Anstieg in dieser Altersgruppe geführt. Bis heute wurden für diese Zielgruppe rund 2.500 Ausweise mehr ausgestellt, was einem Plus von 38 Prozent entspricht. Einen ähnlichen Effekt erwarten die Leipziger Städtischen Bibliotheken jetzt für Jugendliche bis 19 Jahre. Dieser Schritt unterstützt ebenfalls die Ziele und Aufgaben, die in der Bibliotheksentwicklungskonzeption verankert sind sowie die Zielstellung der Stadt, ihr Handeln auf Kinder, Jugendliche und Familien auszurichten.

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Wortschatzkiste: Augmented Reality

Montag, 29. März 2010 11:35

Augmented Reality ist die “computergestützte Erweiterung der Realitätswahr- nehmung”, sagt Wikipedia. Beim elektrischen Reporter gibt’s einen unter- haltenden Beitrag, der das Thema näher beleuchtet (gefunden bei Archivalia).

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Praktikum an der Cambridge University Library: Ein kleines Fazit

Sonntag, 28. März 2010 23:34

Wenn ich so zurückblicke, sehe ich das absolvierte Praktikum an der UB Cambridge als sehr erfolgreich an und freue mich, so gefördert worden zu sein. Die Bibliothek bietet mit ihren weltweit einzigartigen Sammlungen und ihren wunderbar innovativen, jungen Bibliothekaren ein spannendes Arbeitsfeld, das es zu erforschen gilt.

Soweit ich das beurteilen kann, gibt es im Vergleich zu Deutschland viele Unterschiede in der Arbeitsweise und Einstellung der Bibliothekare und es war sehr interessant, zu entdecken, worin diese begründet sind.

Wissenschaftliches Bibliothekswesen in England, speziell die Struktur in Cambridge ist ganz anders als bei uns, auch was die Arbeitsabläufe betrifft. Wenn man nur Weg A kennt, hinterfragt man nicht, solang er funktioniert und weiß gar nicht, dass es auch einen Weg B gibt. Was das angeht, konnte ich mein Wissen, das ich bis jetzt im Schwerpunkt Management gesammelt habe gut anwenden, Strukturen offenlegen und überdenken, mir bewusst werden, was anders läuft.

Genial war die Tatsache, dass ich wenig „Praktikantenarbeit“ getan habe, sondern ähnliche Arbeiten, wie alle anderen verrichten durfte und die doch immer „carefully selected“  waren. Ich wurde eingegliedert und geschult und hatte einen Arbeitsplatz, wie jeder andere in der Abteilung, die gleiche Arbeitszeit, die gleichen Pausen, die gleiche intensive und pädagogisch-didaktisch wertvolle Einführung plus einige Extras. Die Betreuung war die beste, die ich bisher erlebt habe. Es wurde sehr viel Zeit für mich investiert und vieles arrangiert, z.B. Bibliothekseinführungen in Cambridge und London, passend zu meinen Interessen. Es hat ein positives und eifriges Arbeitsklima vorgeherrscht, ich hatte liebe, junge, engagierte Kollegen, die auch viel Freizeit mit mir verbracht haben und sich darum sorgten, dass es mir gutging. Alles in allem könnte ich mir keine schönere Arbeitsstelle vorstellen.

Ich habe herausgefunden, dass ich ins Wissenschaftliche Bibliothekswesen  gehöre und bin begeistert von den Möglichkeiten (berufliche Weiterbildung, selbstständige Weiterbildung), die eine UB bieten kann, sowie der Tatsache, dass man mit bzw. für Wissenschaftler jeder Art arbeitet (obgleich der Rahmen in Deutschland noch etwas größer gefasst ist).

Ich möchte ein Praktikum in der Cambridge University Library jedem ans Herz legen, der überlegt, in Richtung Wissenschaftliches Bibliothekswesen zu gehen und stehe gern für Fragen bereit: katharinahaering[AT]gmail.com

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Sprachen im Studium

Sonntag, 28. März 2010 22:51

Von meinen Kommilitonen angeregt, habe ich mich jetzt entschlossen, mein Russisch wieder etwas aufzubessern. Von Hebräisch-, Polnisch-, Französisch- und Spanischlernenden umgeben, empfängt man sogleich den richtigen Ansporn. Außerdem sieht es bei der Bewerbung sicher auch besser aus, wenn man nicht nur Englisch sprechen kann. Gerade als Bibliothekarin.

Wenn ich eine Sprache lernen will, gibt es für mich zwei Alternativen: Hebräisch oder Russisch. An Hebräisch war ich schon immer interessiert, hatte mich vor einem Jahr zu spät zum Kurs angemeldet und dann wenigstens in England einen einsemestrigen Grundlagenkurs, zusammen mit anderen Studenten, absolviert. Russisch kann ich rein theoretisch als Zweitsprache im Gymnasium angeben, das macht ganze vier Jahre Spracherfahrung aus. Allerdings ist davon recht wenig hängen geblieben. Aber ich glaube,  dass so ein Sprachkurs – mit vergleichsweise wenig Aufwand – schnelle Fortschritte erbringen wird.

Gesagt, getan: Russisch-Bücher hervorgekramt…

Im letztgenannten Werk befinden sich auch Ausdrücke von bibliothekswissenschaftlicher Relevanz…  ;)

  • Ich bin ein Bücherwurm
  • Ich bin eine Leseratte
  • Ich interessiere mich für Gegenwartsliteratur / Belletristik
  • Ab und zu schmökere ich bis Mitternacht
  • Ich kaufe viele Bücher

Nun werd ich mir zu Ostern noch einen Sprachkurs von Langenscheidt wünschen, um auch die Aussprache zu verbessern und bald kann ich mich wieder trauen, Russisch-Kenntnisse im Lebenslauf anzuführen ;)

Zweck dieses Beitrages soll eine allgemeine Ermunterung zum Sprachenlernen sein. Mach mit, es wird spannend!!!

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Neue Struktur

Freitag, 26. März 2010 18:18

Nun habe ich wieder auf das alte Design zurückgegriffen, damit das Blog wieder mit neuen Beiträgen gefüllt wird. Hier werde ich jetzt öfter bloggen und das auch nur zu bibliothekarischen und ab und zu auch zu theologischen Themen. Ich  habe vor, in den nächsten Tagen noch ein Plugin einzubauen, damit ihr auch den RSS-Feed eurer Lieblings-Kategorie einzeln abonnieren könnt.

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Einstellen: Three Figure Scheme vs. Interessenkreise

Mittwoch, 13. Januar 2010 22:29

Das letzte Mal hatte ich ja bereits Praktikums-Tätigkeiten aufgelistet und dabei z.B. die Rechnungsbearbeitung in Bibliotheca nicht erwähnt. Gestern kam in der Patientenbibliothek noch das Folieren der Bücher hinzu. Hier macht es sich wirklich bezahlt, dass die ekz-Folie reversibel ist… Heute wurde ich etwas ins kalte Wasser geschmissen und habe die Öffnungszeiten der Fachbibliothek übernommen, während die restliche Besatzung in einer Besprechung verwickelt war. Da wir diese Woche auf die tadaa! automatisierte Ausleihe umgestellt haben, muss ich in der Zeit des Übergangs noch beides bedienen – Benutzerklappkarten &Co und Bibliotheca. Auf jeden Fall spannend, sowas mitzuerleben.

An das Einstellen (reshelving)  habe ich mich langsam gewöhnt. In Cambridge hatte ich gemeinsam mit zwei anderen Bibliothekarinnen immer den Bereich 520-569 der Klassifikation, d.h. eine Etage der Nordfront und ein bis zwei mit Büchern gefüllte Trolleys.

Ich habe mich richtig in das hauseigene “three figure scheme” verliebt. Hab fleißig klassifiziert und finde es sehr schade, dass sie nirgendwo anders anwendung findet, weil das heißt, dass ich sie nie wieder benutzen werde.

Sieht die Signatur so aus : 534.15.c.200.33 handelt es sich um ein wissenschaftlich relevantes Buch über das gesellschaftliche Leben und Bräuche im 20. Jh. in Europa (534.15). Außerdem kann man erkennen, dass es zwischen 2000 und 2050 erschienen ist (.200) und der Buchrücken zwischen 22 und 25 cm lang ist (.c). Und es ist das 33. Buch, das diese Kriterien erfüllte.

Anderes Beispiel: 69.01.b.33.3 69 zeigt an, dass es sich um die Geschichte der Katholischen Kirche dreht, .01 zeigt an, dass es eine Reihe ist, b zeigt, dass es 26-31cm hoch ist, 33 bedeutet, es ist die 33. Reihe, die die Kriterien 69.01.b erfüllte, .3 zeigt an, dass es sich um den dritten Band dieser Reihe handelt.

Aufstellung: Jeder Raum bildet einen Teil der Klassifikation ab (z.B. 520-569). Ganz hinten stehen die Periodika, der restliche Platz wird von den Monographien eingenommen. Periodika können leicht am vorangestellten P erkannt werden (P 539…). Diese beiden Gruppen sind in sich zuerst nach Format aufgestellt, so dass es die Bereiche a, b, c und d gibt (a ganz groß, d ganz klein). Bücher die größer als 41 oder kleiner als 17cm sind, stehen im Magazin. Wiedererkennungswert: Die Beschilderung der Regale mit den Büchern des Formats d sind grün, die für c gelb usw.  Aufstellung nach Format macht Sinn, wenn man bedenkt, dass zwei Millionen Bücher in der Freihand stehen. Innerhalb des Formats stehen die Bücher dann entsprechend ihrer Klasse, Reihe. Als letztes Ordnungsmerkmal gilt dann die laufende Nummer, die sich am Ende der Signatur findet.

So stellt man also in Cambridge ein. Man kommt morgens zur Arbeit, macht den Rechner an und geht z.B.  zur 4. Etage der Nordfront (es gibt auch noch den Nördlichen Flügel und all das in anderen Himmelsrichtungen) um dort seine Bücherwagen vorzufinden und etwa 15-45 min einzustellen. Das macht so ziemlich jeder.

In meiner kleinen Patientenbibliothek gibt es ein nettes kleines Fach, das man ja selbst gefüllt hat. Wenn gerade nichts anderes ansteht, oder das Fach recht voll wirkt, stellt man die Bücher einfach wieder ein. Achso: nach ekz- und eigenen Themenkreisen. Z.B. Krimi. Wenn der Themenkreis drei Regalböden oder mehr umfasst, wird alphabetisch nach Verfasser und anonymen Sachtiteln geordnet. Das war’s. Und es reicht für eine Ein-Zimmer-Bibliothek voll aus.

Wie unterschiedlich die Arbeit in Bibliotheken doch sein kann.

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Update zum Praktikum

Montag, 11. Januar 2010 23:51

Ich habe bereits fünf Wochen meines derzeitigen Praktikums “verarbeitet”, ist also längst Zeit, mal etwas Genaueres zu berichten. Ich bin montags und mittwochs in der Fachbibliothek, dienstags, donnerstags und freitags in der Patientenbibliothek eines Krankenhauses.

In der Patientenbibliothek sitze ich an der Ausleihtheke und liefere mich voll und ganz den Benutzern aus. Nebenbei retrokatalogisiere ich, stelle die Bücher wieder ein, mache Aussonderungsvorschläge, bearbeite die Zeitschriften, bald darf ich auch in den Veranstaltungen etwas mitmischen, Saxophon spielen, Stationsausleihe mit Bücherwagen… Ich bin übrigens gar kein Fan von Bibliotheca.

In der Fachbibliothek schreibe ich eine Excel-Standorttabelle für das Zeitschriften-Magazin – vorbereitende Arbeiten für den Magazin-Umzug, habe eine ganze Loseblatt-Sammlung wieder in eine logische Ordnung gebracht und katalogisiert, dann kommt noch die technische Buchbearbeitung hinzu, Posteingang, ein wenig Statistik, Bücher einstellen, Aliens suchen (vermisste/verstellte Bücher), Übersetzungsarbeit im Rahmen der Erstellung einer Kinderbroschüre des Krankenhauses (Englisch, Russisch, Spanisch, haha, wirklich wahr…), Erstellung einer Datei für englische Benutzergespräche (Kurzvorstellung der Bibliothek, Ausleihe, Anmeldung, Service,…)

Vielleicht hab ich etwas vergessen, aber es sieht eigentlich recht vollständig aus. Alles in allem viel typische Praktikantenarbeit. Aber was ich mir gewünscht habe, der enge Kontakt zu den Benutzern, Beratung, Ausleihe usw., ist eben auch dabei!

Ach ja: ich hab nur noch 25% von der Pausenzeit, die ich in Cambridge hatte…

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Wortschatzkiste: Serendipity

Mittwoch, 6. Januar 2010 22:09

Gefunden im – übrigens sehr lehrreichen – Weblog Biblionik von Lambert Heller. Im Artikel über den Katalog 2.0 schreibt er unter Punkt 2, dass ein Katalog 2.0 Freude am Entdecken von Informationen vermittelt. Dabei benutzt er ein Bild, das unser Prof. Hacker sehr gern und oft weitergibt: Die beste Bibliothek ist die, die einen Sachen finden lässt, die man gar nicht gesucht hat. Ich geh in die Bibliothek, um mir ein Buch über Meerschweinchen auszuleihen und entdecke tatsächlich die Wuppertaler Studienbibel auf CD-ROM!!!, oder so.

Der Begriff Serendipity bzw. Serendipität (…) bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Eure Wiki

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Wortschatzkiste: genuin

Mittwoch, 6. Januar 2010 21:52

Mein Wortschatz ist erweiterbar – deiner auch? In der mit dem Tag Wortschatzkiste versehenen Reihe möchte ich ab und zu Wörter vorstellen, die grob im Bereich Bibliothek+ angesiedelt und vielleicht nicht immer als Fachbegriffe zu werten sind. Wer weiß, wann man sie braucht.

genuin

Gefunden in einem Artikel in der Rubrik des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM, Bernd Naumann) über die Deutsche Digitale Bibliothek, sogar zweimal verwendet. Zusammenhang:

… Bereitstellung und Erhaltung von genuin digitalem Kulturgut …

… Bücher sind als Kulturgüter Teil der kulturellen Identität von Nationen und damit genuin öffentliche Güter …

Was bedeutet nun genuin? Übersetzt heißt es soviel wie angeboren, natürlich, in der Bildungssprache jedoch auch echt, ursprünglich, naturgemäß. Demzufolge ist ein genuin digitales Kulturgut kein Digitalisat, sondern ein von vornherein digitales Kulturgut.

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Was ich in Cambridge gemacht habe

Montag, 21. Dezember 2009 17:46

  • katalogisiert –> MARC21 kennengelernt
  • klassifiziert
  • allerhand Makros benutzt…
  • Bibliothekssoftware Voyager gehandhabt
  • Grundkurs Hebräisch belegt
  • Entering am handschriftlichen Katalog
  • Binding decisions
  • Jeden Mittwoch in der Musikabteilung zweitrangige Literatur katalogisiert
  • Magazinarbeit, Boxing, Dublettenprüfung …
  • Liste von Verlagen erstellt, die u.a. deutschsprachige Bücher mit rechtsradikalem Gedankengut verlegen
  • Nähere Einführung in die Abeiteilungen:  Europäische Sammlungen, Rara, Erwerbung, Genizah Project, Musik
  • Besuch von einstündigen Veranstaltungen zur Erweiterung der Recherche-Kompetenz:
  • Manuscripts
  • Music resources at the Pendlebury Library and UL
  • Open access: e-theses
  • Rare Books
  • The Royal Commonwealth Society Library
  • Teilnahme an 3-4-stündigen Weiterbildungen für Angestellte der Universität
  • Web Authoring: Beyond the Basics (Level 2) – HTML
  • Web Authoring: DreamWeaver Introduction (Level 4)
  • Web Authoring: CSS and Tables (Level 3)
  • Web Authoring: CSS Next Steps (Level 4) part 1
  • Web Authoring: CSS Next Steps (Level 4) part 2
  • Ebooks for librarians
  • Besuch anderer Bibliotheken
  • Pendlebury Library (Fakultaetsbibliothek fuer Musik, spezielle 1,5-stuendige Tour und Einfuehrung durch die Bibliothekarin)
  • Divinity Library (Fakultaetsbibliothek fuer Theologie, spezielle 1,5-stuendige Tour und Einfuehrung durch die die Bibliothekarin)
  • Royal College of Music Library (in London, spezielle eintaegige Einfuehrung in die Bereiche
    • reader services
    • cataloguing
    • systems management
    • AV library
    • orchestra/choral librarianship
    • periodicals and electronic resources)
  • British Library (in London, spezielle zweistuendige Fuehrung)
  • Public Library (private Erkundung)

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