The Book of Eli
Haben wir uns vergangene Woche in einem kleinen Saal im Regina-Palast angeschaut. (Wenn es sich vermeiden lässt, seh ich mir vorher keinen Trailer an – hab ich mir abgewöhnt. Deshalb will ich auch hier möglichst nichts über die Story schreiben. Ihr werdet viel Blut sehen, hier und da mal eine abgeschlagene Hand, einen rollenden Kopf, eine angedeute Vergewaltigung, Morde, Morde, Morde. Kinder sollten da echt zu hause bleiben. Aber trotz diesen blutrünstigen Szenen ist er sehenswert. Er regt zum Nachdenken an (Armut, Konsumgesellschaft, Ich-Bezogenheit, das Leid der Anderen) und hat mit Denzel Washington keinen strahlenden Helden, aber einen der regelmäßig Bibel liest, betet, fest auf Gott vertraut und sieht, dass er selbst große Fehler macht. Super Darsteller, tolle Aufnahmen, gute Musik, interessante Wendungen und kein Psycho-Thriller. Ansehen!
(Wikipedia: “Postapokalyptischer Sci-Fi-Actionfilm”)

















Samstag, 12. Juni 2010 19:58
Optisch finde ich den Film auch gelungen (v.a. wenn man konkurrierende Endzeit-Filme seit 2008 sanft ausblenden kann). Erzählerisch, kompositorisch und inhaltlich ist er m.E. jedoch durchaus verwurmt: Warum kommt Eli zur Fallen-Brücke zurück wenn er doch in eine ganz andere Richtung unterwegs sein müsste? Wie kann er angesichts seiner Beweglichkeit das sein, als was er später identifiziert wird? Warum geht es gerade gegen Ende nicht etwas kreativer zu als in einem Roman, der schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel hat? – Nun ja, auch die Vorstellung eines apokalyptisch getrimmten Blutspritzermovies, das irgendwie auch für Bibellesende Feelgood-Effekte enthalten will, bleibt mir eher befremdlich. “The Book of Eli” scheint mir bestenfalls wie eine fantasiearme “The Passion”-Modulation…