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Daddy & Me : Leseförderung aus dem Gefängnis

Donnerstag, 25. November 2010 17:06

In Vorbereitung auf mein baldiges Referat zur Benutzerkommunikation über Twitter, bin ich auf ein Leseförderungsprogramm der besonderen Art aufmerksam geworden. Die New York Public Library hat vor 10 Tagen das Projekt “Daddy & Me” abgeschlossen und natürlich über Twitter darauf aufmerksam gemacht.  Bibliothekare sind ins Gefängnis gegangen, um inhaftierten Vätern in mehreren Vorträgen die Wichtigkeit von frühkindlicher Leseförderung bewusst zu machen. Der eigentlich Kern des Projektes ist aber folgender: Die Väter werden dazu ermuntert, die Lieblingsbücher ihrer Kids zur Hand zu nehmen und sie auf CD zu sprechen. Für manche war es spaßig und interessant, viele scheinen auch damit gekämpft zu haben, bis es ihnen gelungen ist. Vor zehn Tagen haben jedenfalls alle acht Väter ihre Geschenke überreicht.

An der nachfolgenden Aufnahme kann man sehen,  dass sich richtige Talente unter den Knast-Papis befinden :-)

Thema: Bibliothekarisch | Kommentare (2) | Autor: khaering

Aktive Leseförderung erreicht jugendliche Straftäter

Freitag, 16. April 2010 13:50

Ein sehr informativer Artikel über solche Projekte in Fulda und Dresden findet sich in der Süddeutschen. Es lohnt sich auf jeden Fall den ganzen Artikel zu lesen, zumal auch (natürlich ausgewählte) Ergebnisse geschildert wurden. Ich würde ja gern mal die beiden Listen sehen (welche Bücher stehen zur Auswahl?).

Seit kurzem verhängt [der Jugendrichter] Mangelsdorf bei einigen handverlesenen Ersttätern keine Arbeitsstunden im Tierheim mehr. Wenn ihm der Jugendliche geeignet erscheint, darf er stattdessen einen Jugendroman lesen, freiwillig. Natürlich nicht irgendeinen. 14 Titel hat der Fuldaer Richter auf einer Liste versammelt. Wer zum Beispiel in der Familie Probleme hat, in der Schule gemobbt wird und selbst gewalttätig ist, dem setzt der Richter vielleicht Evil von Jan Guillou vor. Das Buch ist nicht einfach, erzählt Mangelsdorf, es geht darin “um starke Gewalthandlungen in einem Internat”. Beschrieben werden aber nicht nur die Angriffe, sondern auch, was sie bei den Opfern auslösen.

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Gefunden: Armin Wolf (ORF2, Twitter: ArminWolf) zwitscherte darüber vor etwa einer Stunde.

Thema: Bibliothekarisch | Kommentare (1) | Autor: khaering