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Gottesfurcht ganz positiv

Montag, 11. Januar 2010 21:46

Wenn ich merke, dass ich einfach so vor mich hin lebe und meine Gebete kürzer werden, mein Bibellesen nur Zeitlücken füllt, dann überlege ich, wie ich das ändern kann.

Auch im Alltag für Gott “Feuer und Flamme” sein – wie geht das?

Ich persönlich bin ja ein Not-Beter.  Wenn es mir  gut geht und nichts Negatives meinen Tagesablauf, meine Kontinuität erschüttern lässt, dann sind meine Gebete sehr kurz, wiederkehrend und fordern keinen zeitlichen Aufwand. Beim Bibellesen ist das anders. Ich kann ein ganz fleißiger Leser sein, obwohl meine Beziehung zu Gott längst unterdrückt, abgebrochen, eingeschlafen ist.

Der Pfarrer Wilhelm Busch (und vielleicht nicht nur er) sagte einmal in seiner Predigt vom Februar 1966 in Bad Cannstatt (und vielleicht nicht nur dort), dass es nicht drauf ankommt, an Gott zu glauben. Der Teufel glaubt auch an Gott, er ist kein Atheist. Dadurch, dass wir wissen, dass Gott existiert, werden wir nicht errettet.

Wenn ich so vor mich hin leb und nur weiß, das Gott existiert, aber alles andere vergessen habe, dann muss ich mal wieder HANDELN, aus dem warmen Zelt kommen und mich zur Nachfolge aufmachen. Damit ich den lebendigen Gott ernst nehme und weiß: MEIN ERLÖSER LEBT!  Zwei Sachen helfen mir in so einer Situation besonders: Predigten von Wilhelm Busch, dem Jugendpfarrer aus Essen, die man hier runterladen kann (richtige Erwecker) und Psalm 25.  Ich empfehle ihn mal ganz zu lesen und erwähne hier stellvertretend nur 2 Verse.

Vers 12: Wer ist der Mann, der den HERRN fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.

Vers: 14 Der HERR ist denen Freund, die ihn fürchten; und seinen Bund lässt er sie wissen.

Ehrlich gesagt, hatte ich immer so meine Probleme mit dem Wort “den Herrn fürchten”. Denn es heißt ja auch, dass wir ohne Furcht und voller Zuversicht zu Gott kommen können (Epheser 3,12). Wie passt das zusammen? In der Neues-Leben-Bibelübersetzung heißt es nicht “den Herrn fürchten” sondern “den Herrn ernst nehmen”! Überlegt mal was das heißt!! Gott ist der Schöpfer von Himmel und Erde, er hat uns im Mutterleib geformt, er ist der Allmächtige, dessen Pläne keiner aufhalten kann. Und so passt beides zusammen, so kommt auch nach Epheser 3,12 ein Epheser 3, 14:  “Ich kann nur meine Knie beugen vor Gott, dem Vater, dem Vater von allem, was im Himmel und auf der Erde ist.”

Wenn ich also merke, dass ich “schlafe”, überlege ich mir, was es bedeutet, Gott ernst zu nehmen und bin wieder “Feuer und Flamme”, gestärkt und hörend, bereit zum Handeln.

Thema: Theologisch | Kommentare (0) | Autor: khaering